Ortstermin: Mainradweg Kleinauheim

Der Radweg entlang des Mains bei Kleinauheim wurde jüngst wegen Unfallgefahr gesperrt. Anlass für uns, und auf die Räder zu schwingen und die Lage vor Ort unter die Lupe zu nehmen.


Siggi begutachtet die Lage
Der Radweg ist in dem Bereich nicht asphaltiert und wir beidseitig von hohen Pappeln gesäumt. Das es dort eng ist, war uns schon früher aufgefallen. Besonders mit Kinderanhänger unterwegs kam man bei Gegenverkehr leicht zum stehen. Allerdings hatten wir wegen der Sperrung Wurzelwerk erwartet, welches geeignet wäre Schäden am Rad oder gar Stürze zu verursachen. Dies war nicht der Fall, so dass die Sperrung auf den ersten Blick etwas überzogen wirkt. Nun die Stadt vermeidet dadurch Schadensersatzansprüchen und die Ortskundigen ignorieren die Verbotsschilder ohnehin.
Dennoch wird der enge Weg der Bedeutung dieses Radwanderweges nicht gerecht. Später erfahren wir von einem Anwohner zudem, dass die Pappeln regelmäßig Äste abwerfen. Der Herr hatte einen Ast mit rund 11cm Durchmesser in seinem Garten liegen. Am selben Tage war er herunter gefallen. Die Äste fallen also nicht nur bei Sturm. Hier mag die Hitze den maroden Ast soweit getrocknet zu haben, dass er ausbrach. Somit sollte man sich auf Äste auf dem Weg und von oben gefasst machen, falls man das statische Radelverbot missachtet.

Genug Platz in Ufernähe.
Die Umleitung ist gut ausgeschildert, führt nur wenige Meter über eine Straße mit mittelmäßigen Verkehr und ist ansonsten angenehm zu fahren. Es bleibt jedoch ein Umweg der den Radwanderern missfallen wird. Die Strecke am Main lang ist deutlich attraktiver. Ein paar Meter näher am Main gibt es genug Platz für einen neuen Radweg. Auch die Übergänge zu den etwa 1,20m tiefer gelegenem Uferabschnitt wären ohne größere Eingriffe zu realisieren. Der Wegabschnitt weiter Richtung Steinheim verläuft auf gleichen Höhenniveau wie dieser Uferabschnitt. Somit wäre der Radweg bei entsprechendem Hochwasser ohnehin nicht zu befahren.Argumente gegen den CDU-Vorschlag den Radweg dorthin zu verlegen und dadurch die 70 Pappeln erhalten zu können, sind also nicht erkennbar. Vielmehr freuen wir uns. Die CDU nimmt sich, in ihrer neuen Oppositionsrolle öffentlich, auch den grünen Themen Rad und Baum an.

Die Hybridpappeln sind eine künstliche Kreuzung und kein einheimischer, natürlich an Flussläufen vorkommender Baum. Somit wäre die Erhaltung der Bäume um ihrer selbst willen nicht zwingend. Allerdings prägen die Bäume das Bild insbesondere von der Großauheimer Seite. Sie wirken gesund und haben eine stattliche Größe erreicht. Eine Neubepflanzung würde Jahrzehnte brauchen um sie vollwertig zu ersetzen.
Daher sprechen wir uns dafür aus, die Pappeln stehen zu lassen. Allerdings sollten sie regelmäßig auf marode Äste untersucht und ausgeputzt werde. Der Radweg sollte eine neue ufernahe Trasse erhalten auf der auch bei Gegenverkehr mit Kinderanhänger bequem geradelt werden kann.

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